Kapitalkontrolle wegen The News Spy in Bitcoin erhöhen?

Könnte Chinas strenge Kapitalkontrolle die Investitionen in Bitcoin erhöhen?
GOLA YASHU | 6. SEPTEMBER 2015 | 18:19 UHR

In seinen Bemühungen, Geld innerhalb seiner Grenzen zu halten, hat China kürzlich ein landesweites Kapitalkontrollgesetz erlassen, das die Möglichkeit, Geld ins Ausland zu transferieren, einschränken würde.

Den jüngsten Berichten zufolge verlangt die chinesische Regierung nun eine Marge von 20% auf alle Devisentermingeschäfte. Das bedeutet, dass eine Bank, die 100 $ des Devisentermingeschäfts verkauft hat, nun 20 $ bei der Zentralbank einzahlen müsste.

Das genannte Gesetz The News Spy erinnert an die jüngste griechische Krise, in der das Land ähnliche Maßnahmen ergriffen hatte, um die Abwertung seiner Landeswährung zu kontrollieren. Wie Griechenland muss auch China seine Gelder zu Hause behalten, nur um die wirtschaftliche Verlangsamung zu bekämpfen, die es in sich trägt. Die neue – und eher strenge – Änderung zielt lediglich darauf ab, die größeren makrofinanziellen Risiken abzuwehren.

The News Spy als Risiko

Aber kann der neue Schritt sicherstellen, dass eine rückläufige Wirtschaft wieder auf Kurs kommt? Das kann man nicht erwarten. Wie mehrere Medien über The News Spy berichten haben, ist Chinas Gesamtproduktionscashflow auf einen unerträglichen Punkt gestiegen, obwohl bereits ein Jahreslimit von 50.000 US-Dollar im Spiel ist. Es wird angenommen, dass ein großer Teil dieser Abwanderungen über illegale Kanäle erfolgt, um den korrupten Bedürfnissen von Politikern und Oligarchen gerecht zu werden. Ein WSJ-Bericht lautet:

„Ökonomen deuten auf Anzeichen dafür hin, dass Geld verschwindet. Chinas Devisenreserven, die im vergangenen Jahr fast 4 Billionen Dollar erreichten, sind seither um mehr als 341 Milliarden Dollar geschrumpft.“

Das Ergebnis all dessen liegt direkt vor uns: China hinkt derzeit den Geldern hinterher, um dem Börsenkrach zu begegnen. Ihre Zentralbank – die People’s Bank of China (PBOC) – hat drastische Entscheidungen getroffen, wie z.B. die Abwertung des Yuan, um die chinesischen Exporte für Ausländer billiger zu machen. Dies hat dem Shanghai Composite Index, der inzwischen auf sein Siebenjahrestief gefallen ist, jedoch nicht viel gebracht.

Es bedeutet einfach, dass trotz der verschärften Kapitalkontrollgesetze der Geldabfluss über Untergrundbanken immer noch zügellos ist. Daraus folgt ein Glücksspiel: Die Behörden können entweder versagen oder die Währung stabil halten und gleichzeitig den Wert nach ihrem Willen abwerten.

Bitcoin als Lösung?
Während die traditionellen Finanz-Pandite auf einen steilen Anstieg der Gold-Importe nach China hoffen, gibt es auch Murmeln von Bitcoin, die den chinesischen Investoren eine parallele – und natürliche – Lösung bieten.

Die Sache mit Gold ist: Es war schon immer das ultimative wertbeständige Resort des Menschen, kann aber dennoch nicht für die Wertübertragung genutzt werden. Bitcoin hingegen ist ein digitaler Token, der gleichzeitig Ware und Währung ist. Es kann problemlos im Internet übertragen werden und ist frei von Regierungs- und Grenzkontrollen.

Daher wäre es nicht verwunderlich, wenn ein Segment chinesischer Investoren die Nachfrage nach Bitcoin in Zukunft erhöhen würde. Sie könnte die Marktkapitalisierung der digitalen Währung, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei 3,3 Milliarden Dollar liegt, um weitere rund eine Million Dollar erhöhen.